Das Jahr 2012

Von der Lungenentzündung zum Reitabzeichenerfolg

Die Sonne lacht herrlich, als sich die Kursteilnehmer und ihre Pferde am ersten Trainingstag voller Energie und Tatendrang auf der White Horse Ranch in Kaufbach versammeln. Nur eine gehört eher ins Bett als in den Kursraum: unsere Ausbilderin Brenda Esfeld selbst. Eine Lungenentzündung hätte sich keinen unpassenderen Zeitpunkt aussuchen können, ihr Unwesen zu treiben – aber tapfer, mit dem Herz einer leidenschaftlichen Westernreiterin und der geliehenen Stimme des einen oder anderen Kursteilnehmers starten wir voller Erwartungen. 2 x Basispass, 2 x Reitabzeichen IV und 5 x Reitabzeichen III, das kann ja heiter werden. Nach einer aufgeschlossenen Vorstellungsrunde entsinnen wir uns...
Was gab es alles am und um den Sattel, wie sah der Buckskin aus und welche Westerndisziplinen gibt es eigentlich? Hier hilft ein Video zum Einstieg. Mann, sitzen die alle gut, und wie gleichmäßig und leichtfüßig die Pferde dahingleiten! Schnell macht sich der Verdacht breit, dass ein klitzekleines Bisschen Arbeit in der Praxis vor uns liegen würde.
18 Grad, Sonne satt und ein laues Lüftchen, schön für den Reiter, schön fürs Pferd, gute Laune macht sich breit.

Der erste Praxisteil verläuft gut und am Ende folgt noch die Geländerunde zum Ausklang, bevor wir gemeinsam die Prüfungspattern festlegen. Dazu sollte man wissen, so ein Reitabzeichen-Pony hat Gefühle, manchmal auch Frühlingsgefühle, und so absolvieren wir unsere erste „Hochgeschwindigkeits-Geländerunde“ zum Abend. Müde, aber dennoch zufrieden klingt der erste Tag aus. Momentan heißt es jedoch für uns: Nach dem Kurstag ist vor dem Kurstag. Sonntag, welche Pattern reiten wir? Wie wird die Prüfung ablaufen? Was gab`s noch gleich für Bits, Zügel, Sättel? Und wer hätte das gedacht, über 50 Seiten fasst der Prüfungsfragen-Katalog... puh... mit viel Sonne und einer - wenn auch leise – aber selbst sprechenden Brenda trainieren und trainieren wir. Fütterung, Zucht, Farben, Tierschutz zwischen „gerade“-sitzen, Galopptraining und Abstimmung der Startreihenfolge zum „großen Tag“.
Der „große Tag“ – schneller, als manch einem lieb war, kam er. Mit gemischten Gefühlen, im Schneegestöber und einer wieder gesunden Ausbilderin geht’s los. Für die 3-er mit der schriftlichen Prüfung, und während die Basispass-Prüflinge die Kardätschen und Hufkratzer schwingen, stellen wir schnell fest: EWU-  und FN-Richter beißen gar nicht! Tapfer absolviert jedes Reiter-Pferd-Team, unter Begleitung der mitfiebernden Brenda und dem professionellen Blick der Richter, die jeweilige Prüfung. Es muss ca. 16:00 gewesen sein, als Richterin Evi Bös uns mit den Worten „es haben alle bestanden“ erlöst. Erleichtert jubelnd, voller Stolz und mit einem Glas Sekt beenden wir einen aufregenden, anstrengenden, sehr lehrreichen und lustigen Reitabzeichenkurs auf der White Horse Ranch. Ein besonderer Dank geht an unsere Trainerin Brenda Esfeld und ihr tolles Team, die Richter Frau Bös (EWU) und Herrn Spieß (FN) und natürlich die lustige Truppe: John Metzner, Kathleen Ullrich, Uwe Czaja, Claudia Leipner, Tanja Friedel, Miriam Häntsch und Sandra Müller.
Und so kamen wir von der Lungenentzündung zum Reitabzeichenerfolg!

Jessica Czaja

Ohne Balance geht nix! - Reitkurs mit Alex Seeland

Vom 3. - 6. Mai fand in Kaufbach auf der White Horse Ranch von Brenda Esfeld ein Reitkurs mit Alex Seeland statt. Alle Teilnehmerinnen, die sich mit ihren Pferden einfanden, profitierten von der großen Methodenkiste, die Alex Seeland mitbrachte.
Alex Seeland verbindet pferdegerechte Gymnastizierung nach klassischen Grundsätzen mit Methoden integrativer Körpertherapien zur Körperwahrnehmung. Früher langjährige Philippe Karl-Schülerin und Lehrerin für Atem, Bewegung und Wahrnehmung nach Frieda Goralewski, bietet sie ganzheitliches Training für Mensch und Pferd, das Beratung rund um das Tier-Mensch-Team mit einschließt. So können u.a. auch Sattelchecks Teil des Trainings sein.
Alex Seeland kommt schon seit längerem auf die White Horse Ranch und gibt 2x im Jahr hier für einen immer grösser werdenden Fanclub von Pferden und Reitern individuelles Einzeltraining. Mit mentalen Bildern wie ‚Wendungsdiagonale’ oder kleiner und größer werdende Sitzbeinhöckerkreise unterstützt sie die Reiterinnen, ihre Balance zu erspüren und zu stabilisieren. Die Pferde sind sichtlich begeistert, dass sich ihre Partner auf den Weg gemacht haben, ihre Bewegungen wahrzunehmen und ihnen zu folgen. Nicht nur in der Sitzschulung, auch bei der Erarbeitung von feinen Hilfen für z.B. Übergänge und Wendungen, Anhalten und Anreiten setzt Alex Seeland auf ganzheitliches Lernen, das auf Erspüren und Verstehen und mentale Bilder in der Umsetzung fußt. Die Teilnehmerinnen gewinnen mit Hilfe der Bilder zusehends an Sicherheit und Balance. Der Erfolg stellt sich rasch ein: Sich zentrieren, ausatmen und entspannen und der Partner Pferd führt mit der Reiterin im Einklang die verschiedenen Aufgaben aus, zu denen Alex Seeland einlädt. Je nach Ausbildungsstand und Alter des Pferdes, bzw. den Wünschen und Bedürfnissen der Reiterinnen entsprechend, wird ein individuelles Programm entwickelt. Ob Seniorengymnastik, Jungspuntübungen, gymnastizierende Übungen wie Schulterherein, Travers, Renvers - jedes Team wird seinen Bedürfnissen gemäß gefördert. Viel Neues wird ausprobiert und erprobt. Komplexe Übungen werden in kleinen Schritten entwickelt.
Allen wurde deutlich, dass nix geht, wenn die Balance nicht stimmt und alles möglich wird, wenn wir uns gut balancieren und im Gleichgewicht mit unseren Pferden sind. Wenn man nur noch denkt und mit unsichtbaren Hilfen sein Pferd begleitet - dann fängt Reiten erst an. In diesem Sinne freuen wir uns schon auf die nächste Trainingsrunde im Oktober mit Alex Seeland auf der WHR.

Ulrike Vollhardt

Kurs Falltraining mit Fernando Lopes am 19. Mai 2012

Bei ausgesprochen schönem Wetter trafen sich „fallbereite“ Reiter auf der White-Horse-Ranch in Wilsdruff zu einem Falltraining mit Fernando Lopes.
Am Vormittag durften wir aus verschiedenen Positionen auf Bodenmatten Fall- und Abrolltechniken trainieren. Beim Schulterrollen vorwärts, rückwärts und seitlich hatte so mancher mit Koordinationsproblemen zu kämpfen. Selbst rechts und links gerieten manchmal durcheinander. Doch Fernando erklärte unermüdlich die Techniken und nahm sich für jeden ausreichend Zeit.
Auch das Falltraining am Holzpferd war zuerst eine große Herausforderung. Nachdem man es aber einmal probiert hatte, war die Überraschung groß: es war gar nicht so furchterregend wie es aussah.
Ermutigt durch die vielen Übungen ging es dann nachmittags aufs Pferd. Im Stand, Schritt oder für einige ganz Mutige im Trab, konnte jeder das Gelernte umsetzen. Auch da wieder das

große Aha-Erlebnis: es war gar nicht so schlimm, wie man gedacht hatte. Das Basistraining am Vormittag hatte uns gut vorbereitet.
Sehr gut war, dass jeder für sich bestimmen konnte, wie weit er gehen möchte. Die ermutigenden Worte von Fernando haben sicher den ein oder anderen zu wesentlich mehr angespornt, als er sich im Vorfeld vorgestellt hatte.
Alles in allem ein sehr gelungener Tag. Die Trainingseinheiten waren gut abgestimmt und führten Schritt für Schritt zu mehr Selbstsicherheit. Am Ende war man doch überrascht, wie viel man auch an nur einem Tag mitnehmen kann.
Der Kurs ist auf jeden Fall für jeden Reiter empfehlenswert, da er eine gute Basis vermittelt, so dass man im Falle eines Sturzes nicht völlig hilflos ist, sondern aktiv das Verletzungsrisiko vermindern kann.

Annette Bauer-Vöhringer

Begeisternde Araber-Pferdeschau

Familie Esfeld und ihr Team waren am 8. Juli 2012 sehr gut vorbereitete Gastgeber für alle Aussteller, Richter und Besucher der vom Verein der Züchter und Freunde des arabischen Pferdes e.V., Zuchtbezirk Sachsen, organisierten größten sächsischen Pferdeschau für Pferde der arabischen Rasse auf der „White Horse Ranch“ in Wilsdruff/Kaufbach. Zahlreiche Pferdezüchter nutzten die Schau als Standortbestimmung der Zucht in Sachsen und Umgebung.
Sie und die interessierten Besucher konnten sich trotz hochsommerlicher Temperaturen erneut nicht dem Charme der edlen Pferde entziehen. Insgesamt 25 liebevoll von 15 Ausstellern und deren Helfern vorbereitete und gepflegte Pferde stellten sich den gewohnt kritischen Blicken der Zuchtrichterinnen Frau Siegner und Frau Keller sowie des Zuchtleiters des VZAP e.V., Herrn von Kleist. Frank Püschel war dabei als Besitzer von insgesamt 6 Ausstellungspferden der aktivste Aussteller der Schau.
Nach der Klasse der ein- und zweijährigen Stuten und den Klassen der ein- bis dreijährigen Hengste sowie der älteren Hengste und Wallache kam es unmittelbar vor der Mittagspause zum ersten Veranstaltungshöhepunkt, der Wahl des Sachsenchampions Hengste im Jahr 2012. Dabei setzte sich  der im Besitz von Frau Michel stehende Machmuth Nur als Sieger durch.
Nach der Mittagspause waren die jüngsten Pferde im Fokus der Richter und Besucher. Die Wahl des  Sachsenchampions Fohlen 2012 fiel dabei auf ADA  Ameerah, im Besitz von Frau Richter.
Leider konnte keinem der drei beteiligten Kandidaten eine Fohlenprämierung erteilt werden. Die hohen Zuchtanforderungen des Vereins an ein prämiertes Fohlen konnte keins erfüllen, was Ansporn für sächsische Züchter sein sollte.
Die größte Pferdeteilnehmerzahl stellten die zu beurteilenden Stuten, 4 in der Altersklasse ein- bis zweijährig, 3 in der Altersklasse drei- bis sechsjährig und 8 in der Altersklasse siebenjährig und älter. Mit großem Interesse wurden die Beurteilungen der dreijährigen und älteren Stuten erwartet, wollten doch die Aussteller von 10 Stuten für ihre Tiere den Titel „Prämienzuchtstute“   erringen. Allen war klar, dass die hohen Anforderungen an die Vergabe eines solchen Titels nur die besten Ausstellungstiere erfüllen werden. Die Zuchtrichter erteilten der dreijährigen Saszaali, im Besitz von Frau Rössl, und der dreizehnjährigen Nyalah el Absha, im Besitz von Herrn Fries, den begehrten Titel und wählten zum Veranstaltungsabschluss Nyalah el Absha zur Sachsenchampionesse 2012.
Die ereignisreichen Stunden dieser Pferdeschau werden sicherlich bei allen Beteiligten lange nachwirken und hoffentlich diese zu einer Wiederholung der Veranstaltung im kommenden Jahr unter breiterer Beteiligung von noch mehr Züchtern bewegen.
Übrigens: Bilder der Schau sind unter
www.naturbildnis.de zu sehen.

Die Ergebnisse:
Stuten, ein- bis zweijährig
 
1. ADA Rihanna Bes. K. Richter
2. RM Marenga  Bes. A. Friebe
3. Munira  Bes. J. Püschel
4. Anukis Pasha  Bes. F. Püschel

Hengste, ein- bis dreijährig
1. Ali Pasha Ibn Omar Bes. B. Esfeld
2. Asyut Ibn Pasha Bes. S. Stamm
3. Semataui Ibn Pasha Bes. F. Püschel

Hengste und Wallache, vierjährig und älter  
1. Machmuth Nur  Bes. N. Michel
2. Salomon   Bes. A. Friebe
3. AE Haalim Jamil Bes. S. Poppitz
4. Sareff  Bes. S. Stamm

Fohlen
1. ADA Ameerah Bes. K. Richter
2. Marzoug Noir  Bes. A. Traurig
3. Ayuf Pasha  Bes. F. Püschel

Stuten, drei- bis sechsjährig
1. Saszaali  Bes. A. Rössl
2. Sexy Sadie  Bes. A. Traurig
3. Ishraa Bint Inshalima Bes. A. Lachmann

Stuten siebenjährig und älter
1. Nyalah el Absha Bes. O. Fries
2. Krisabah  Bes. E. Regalin und zugleich
Nasha  Bes. A. Müller
4. Saszamouna  Bes. A. Rössl
5. Shiera  Bes. A. Traurig
6. Ghorra  Bes. F. Püschel
7. Mahindra Pasha  Bes. F. Püschel
8. El Shabans Skabea Bes. F. Püschel

Der Vorstand des ZB Sachsen

Kurs Bodenarbeit 15. Juli 2012

Am Sonntag, dem 15. Juli 2012, fand ein Bodenarbeitskurs für Einsteiger und Fortgeschrittene unter der Leitung von Brenda Esfeld und mit Unterstützung ihres Azubis Yvonne statt. Zu Beginn stellten die Teilnehmer sich und ihr Pferd vor. Jeder nannte Wünsche oder Ziele – im weiteren Kursverlauf ging Brenda dann darauf ein. Der Kurs war vor allem von „Frischlingen“ besucht – das jüngste Pferd war etwas über 2 Jahre und es gab einige Pferdebesitzer mit ihrem frisch erworbenen Pferd.
Auf dem Reitplatz war dann höchste Konzentration angesagt: Schauen, was Brenda vorführt und beschreibt, schauen, dass der eigene Liebling sich währenddessen nicht langweilt, schauen, dass derselbe Liebling das macht, was Brenda eben vorgeführt hat. Wir Menschen haben uns da manchmal ein wenig schwer getan, die Vierbeiner waren alle sehr entspannt.
Der Kurs hatte zwei Teile: Am Vormittag übten alle gemeinsam zuerst die Grundlagen: Führen, Rückwärtsrichten, Seitengänge und vieles andere. Am Nachmittag ging Brenda auf spezielle Wünsche der Teilnehmer ein. Dafür standen der Reitplatz und der Trailplatz zur Verfügung. Letzterer war durch die vielen verschiedenen „Hindernisse“ für Pferde und Besitzer besonders abwechslungsreich.
Brenda hat uns viel Stoff zum Ausprobieren und Üben gegeben. Jeder kann sich daraus das Passende heraussuchen. Sie nahm sich viel Zeit, um ganz individuelle Ratschläge zu geben.
Ein hereinziehendes Gewitter beendete die Veranstaltung am späten Nachmittag. Alle waren rechtschaffen müde – haben aber viele Anregungen mitgenommen.
Wir haben gelernt, dass Bodenarbeit nicht nur Spaß macht, sondern auch eine sehr wertvolle Übung zur Verständigung des Reiters mit seinem Pferd darstellt. Erste Erfolge und wirkliche Aha-Erlebnisse stellen sich bald ein. Bodenarbeit kann immer und überall gemacht werden, und wenn es auf dem Weg vom Paddock oder der Koppel zum Putzplatz ist.

Irina Bremerstein und Henning Morgenroth

Kurs mit Ute Holm in Kaufbach 20.8. - 23.8. 2012

Schon Wochen vorher freuten wir uns auf d e n Kurs: Ute Holm in Kaufbach.
Und dann war es soweit: Wir verluden am heißesten Tag des Jahres die Pferde und machten uns auf den 280 km langen Weg zu 3 Tagen intensivem Training.
Die White-Horse Ranch war wie immer bestens vorbereitet. Das Team um Brenda Esfeld versorgte uns bestens. Für Pferde und Reiter wurde von früh bis spät gesorgt.
Am Montag ging es los: Ute war pünktlich gelandet, die Kursteilnehmer in 3 Gruppen á 4 Reiterpaare eingeteilt und der Zeitplan erstellt.
Die Luft kam aus der Sahara - den Ponys machte es nicht viel aus. Alle Teilnehmer waren hoch motiviert und Ute Holm konnte wirklich jeden zu Neuem anfeuern. Sie läßt über Stunden keine Langeweile aufkommen und hat für jeden Tag neue Herausforderungen parat.
Die 3 Tage machten trotz Hitze sehr viel Spaß, es gab zu lachen und auch nachzudenken.
Jeder ist mit neuen Inputs für die nächsten Monate abgereist - fertig, aber glücklich.

DANKE Ute und DANKE Team Esfeld !!!

Pensionspferdebesitzer und Lehrlinge der White Horse Ranch geben sich nicht damit zufrieden, daß es ihren Tieren gut geht. Sie wollen auch anderen Tieren helfen und haben für die Tierschutztombola mit Gläsern, buntem Sand, Muscheln und anderen Sachen, viel Zeit, Geduld und Fingerspitzengefühl Sachpreise gebastelt, die auf der Heimtiermesse mit zur Verlosung kamen.

Es ist kaum zu glauben...

...ich als eigentlicher „ Kursmuffel“, habe an einem Kurs teilgenommen, und zwar am Herbstkurs mit Alexandra Seeland.
Der Kurs wurde mir von bereits mehrfach erfahrenen Teilnehmern quasi „ans Herz gelegt“. Er würde mir „etwas bringen“, hieß es, und ich würde „manches Neue“ erfahren und ausprobieren können.
Also meldete ich mich an: “Kann man ja mal versuchen”, dachte ich.
Natürlich ging ich auch zum Vorgespräch in gemütlicher Runde im „Unkersdorfer Hof“. Also wenn schon, dann auch richtig, war meine Devise. Was wollte ich eigentlich erreichen? Worum ging es mir? Was erwartete ich von Alexandra? Fragen, die wichtig waren, und deren Antworten gewissenhaft notiert wurden. An diesem Abend fuhr ich zufrieden und neugierig nach Hause.
In den kommenden Tagen habe ich so viel Zeit wie möglich beim Kurs verbracht. Ich habe mich selbst ausprobiert und ich habe anderen Kursteilnehmern zugeschaut. Und

ja, es hat mir „etwas gebracht“ und ich habe „Neues ausprobiert und erfahren“.
Ich kann mit gutem Gewissen sagen:
Ganz gleich, welcher Reitweise man sich zugetan fühlt, ganz gleich, ob man nun zu den Turnier- oder den Freizeitreitern oder den Profis gehört... der Kurs hat für jeden etwas zu bieten. Und warum? Weil Balance, Körpergefühl, Kommunikation, Verständnis und Verstehen für den Partner Pferd reitweisenübergreifend sind. Und dafür gab es mit Alexandra wirklich allerhand zu entdecken!
Danke Alex für deine Geduld, die du mit mir (und den anderen) hattest, danke für die vielen Anregungen und Gedanken, von denen ich mir wohl einige direkt hinter den Spiegel stecken (und natürlich weiter anwenden) werde.
Und weil ich glaube, dass es noch mehr zu entdecken gibt, bin ich bestimmt auch wieder mit dabei, beim Kurs mit Alexandra Seeland
im Frühjahr oder im Herbst 2013 auf der „ White Horse Ranch“ in Kaufbach.
PS: Und ich bin mir sicher... Brenda wird den Kurs wieder perfekt organisieren!
Vielen Dank!!

Angela Hoffmann

Playday 2012, der traditionelle Saisonabschluß auf der White Horse Ranch: Pensionspferdebesitzer, Lehrlinge und Familie Esfeld haben gemeinsam Spaß beim Glühweintrinken, Spielen mit den Pferden und abends beim gemeinsamen Essen.

Kurs Basispass

Am 25.11.2012 legten alle Teilnehmer des Kurses zum „Basispass Pferdekunde“ dank der Vorbereitung durch Brenda Esfeld und ihres Teams ihre Prüfung mit Erfolg ab.
Am 17.11.2012 um 10 Uhr rückten wir bei beträchtlicher Kälte zu neunt in das zünftige warme Reiterstübchen der White Horse Ranch in Kaufbach/Wilsdruff ein. Wir waren eine buntgemischte Gruppe verschiedenen Alters vom Teenager bis zum Mittvierziger, Frauen und Männer. Die Vorkenntnisse und die Erfahrungen mit Pferden waren recht verschieden. Einer der Teilnehmer des Kurses lebt mit Pferden auf einem Reiterhof zusammen und will mehr über seine vierbeinigen Nachbarn wissen, eine Teilnehmerin arbeitet schon seit 40 Jahren aktiv mit Pferden. Zur unserer Gruppe zählten Reitanfänger, aber auch Pferdebesitzer. Die Motive, den Basispass zu machen, reichten vom Wunsch nach mehr Grundlagenkenntnis bis hin zum Ziel, die eigenen Kenntnisse mit einer Urkunde nachweisen zu können. Uns alle einte die Neugier auf die vielen Facetten des Daseins eines Pferdes mit „seinem Menschen“ und der Wunsch, mehr zu lernen über die sympathischen Vierbeiner, an die wir alle irgendwie unser Herz gehängt haben.
Es war erstaunlich, wie schnell die Zeit verging, obwohl die meisten von uns Frontalunterricht seit einigen Jahren nicht mehr gewohnt waren. Angefangen von den ethischen Grundsätzen im Umgang mit Tieren über Pferdefütterung und -haltung bis zum Körperbau und den häufigsten Krankheiten eines Pferdes erhielten wir einen intensiven Überblick. Brenda Esfeld verteilte Arbeitsblätter und Broschüren, führte Videofilme vor und reichte Proben von verschiedenen Futterarten herum, die von einzelnen Kursteilnehmern auch verkostet wurden. Wir bestimmten die Abzeichen der Pferde, die während des ganzen Tages von diversen Reitern über den Innenhof der Ranch geführt wurden, und diskutierten über das typische ihrer Fellfarben. Die Praxis kam natürlich auch nicht zu kurz. Janell Baader hatte in der Reithalle einen kleinen Parcours aufgebaut. Dort übten wir das fachgerechte Vorstellen und Führen der Pferde. Dabei nahm Janell auch auf die Kursteilnehmer Rücksicht, die das erste Mal hier waren und die White Horse Ranch mit ihren Gepflogenheiten noch nicht so gut kannten. Am Abend des zweiten Vorbereitungstages führte uns Brenda noch das Putzen, Satteln und Auftrensen an Daisy, einem Islandpony, vor und wir durften auch an dem geduldigen Vierbeiner üben. Noch geduldiger und mit viel Engagement beantwortete Brenda Esfeld während des gesamten Kurses sämtliche Fragen, die zum Teil recht weit führten. Gewürzt wurde die viele Theorie mit zahlreichen Erzählungen und Anekdoten, so dass wir abends erstaunt feststellten, dass wir schon wieder den „Feierabend“ überzogen hatten, ohne es zu bemerken.
Damit das leibliche Wohl nicht zu kurz kam, organisierten Ruth und Gerhard Esfeld den Pizzaservice und brauten heißen Kaffee, der bei den Temperaturen dankbar angenommen wurde.
Als Prüfer stellte uns Brenda Esfeld eine Woche nach dem Kurs Dieter Spiess von der FN vor. Er überraschte uns mit einem enormen Erfahrungsschatz. Er legte uns allen abschließend nochmals den partnerschaftlichen, verantwortungs- und respektvollen Umgang mit dem Pferd ans Herz. Diese Form des Umgangs mit dem Pferd kann man auf der White Horse Ranch sicherlich erlernen, aber auch den respektvollen Umgang von Lehrenden und Lernenden miteinander, wovon diese aufschlussreichen Stunden ebenfalls geprägt waren.

Stefan Heinrichs

Der traditionelle Jahresabschluß: Auch am 24.12.2012 trafen sich wieder 17 Reiter-Pferd-Paare (Pensionspferdebesitzer, Reitschüler, Lehrlinge) zum Weihnachtsspaziergang. Nach der Dorfrunde mit den Pferden, bei dem die Kinder unterwegs mit Süßigkeiten beschenkt wurden, fanden sich alle (natürlich ohne Pferde) noch zu einem kleinen Umtrunk in der Sattelkammer ein.