Das Jahr 2014

Wenn ein Pferd nein sagt, hast Du entweder die Frage falsch oder die falsche Frage gestellt.
(Pat Parelli)

Kurs Basispass, Reitabzeichen IV und III mit Prüfung am 19.04.2014

Am 19.04.2014 fand die erste Basispass- und Reitabzeichenprüfung in diesem Jahr auf der White Horse Ranch statt. Alle Teilnehmer haben die Kurstage erfolgreich absolviert und die Prüfungen bestanden.
Wir gratulieren:
- Noemi-Lucie Ensfelder, Franziska Welzel, Vivian Hieke und Yvonne Fahr zum Basispass.
- Noemi-Lucie Ensfelder, Franziska Welzel, Vivian Hieke, Yvonne Fahr, Katrin Ensfelder, Jessica Ryssel, Jens Teichmann und Christian Stahn zum Reitabzeichen IV.
- Michael Mark zum Reitabzeichen III.
Wir danken den Richtern Andrea Scheper (Western) und Matthias Scholich (Klassisch) für ihr souveränes und faires Richten. Ganz besonderer Dank gilt Matthias Scholich für sein kurzfristiges Einspringen für einen erkrankten Kollegen.

Brenda Esfeld

Fallkurs mit Stuntman Fernando Lopes am 7.6.2014

Heute ging es rund auf der White-Horse-Ranch. Stürze um Stürze gab es, jedoch wurde der Kurs vom Stuntman Fernando Lopes perfekt abgerundet. Die Quintessenz des Tages war immer wieder: Hauptsache alles bleibt rund, denn dadurch ließ sich jegliche Fallenergie ableiten in eine abrollende Bewegung.
Fernando erklärte dabei stetig in allerkleinsten Schritten, worauf man im einzelnen achten sollte und bereitete jeden Teilnehmer in seinem Lerntempo darauf vor, nach und nach einen Schritt weiter gehen zu können, und das immer auf eine sehr positive Art und Weise. So viele Lobe konnte man gar nicht zählen und bis zum Ende des Tages waren auch beachtliche Fortschritte bei jedem zu erkennen.
Zu Beginn des Kurses konnte keiner so richtig glauben, dass es einfacher werden würde, als uns Fernando das erste mal zeigte, wie es denn mal aussehen sollte. Aber durch die sehr langsame Herangehensweise, erst aus dem Knien heraus, dann aus dem Stand, mal vorwärts, seitwärts und rückwärts abrollend, später vom Holzpferd in allen Variationen, lernten wir nach und nach die Bewegungen kennen, die uns vor jeglichen Verletzungen bewahrten und in Zukunft sicher auch noch bewahren werden.
Am Ende des Tages fielen dann alle sehr kontrolliert vom Pferd, zu Beginn noch im Stand, aber nach kurzer Zeit dann auch schon im Schritt. Als der Kurs dann zu Ende war, wollten die Teilnehmer gar nicht mehr aufhören zu fallen - einige probierten das Ganze dann noch im Trab aus, was auch keinerlei Problem darstellte, da die Bewegungen nun mehr und mehr zur Routine geworden waren. Und genau das würde später ja von entscheidender Bedeutung sein, da man bei einem Sturz meist keine Zeit mehr hat, noch viel nachzudenken. Es muss dann einfach automatisch geschehen - das einzige was man sich noch merken muss ist: Hauptsache rund.

Christian Stahn

Reitkurs mit Ute Holm auf der White-Horse Ranch in Kaufbach vom 2.-4. Juni 2014

Auch in diesem Jahr gab es 3 spannende Tage für Pferd und Reiter bei Familie Esfeld: Ute Holm kam nach Kaufbach.
12 Reiterpaare stellten sich am Montagmorgen vor. Sie machte sich ihr Bild und baute darauf das individuelle Training auf.
Ute Holm motiviert auf ihre besondere Art,sie beantwortet jede Frage bildhaft, klettert auch mal selbst auf`s Pony (was immer ein besonderes Erlebnis ist). Die Freude am Reiten kommt nicht zu kurz, bei Ute Holm wird auch gelacht und lustige Sprüche gemacht.
Beim diesjährigen Kurs waren auch sehr junge Teilnehmer dabei, zwei- und vierbeinige. Ute Holm verstand es, sie mit großer Geduld und der richtigen Technik zu unerwarteten Erfolgen zu führen. Mensch und Pferd entwickelten das nötige Selbstvertrauen für ein harmonisches Miteinander: Wieviel kann ich als Reiter meinem jungen Pferd abverlangen, wo muß ich meinen Ehrgeiz zügeln, um das "Babyface"nicht zu überfordern?
Ute Holm ist eine spannende Trainerin, sie macht Lust auf mehr gutes Reiten.

Aza,Susi und Silvia

„Wiese, aber nicht Kornblume“ - Reitkurs mit Alexandra Seeland auf der White Horse Ranch

Wie lernen Pferd und Reiter nachhaltig und wirkungsvoll? Wie können Pferd und Reiter miteinander ins „Gespräch“, in Kontakt und damit in eine für beide Seiten lustvolle Beziehung kommen? Fragen dieser Art gingen mehrere Reiter-Pferd-Paare vier Tage lang nach, kompetent begleitet von Alexandra Seeland, Philippe Karl-Schülerin (Ecole de Légèreté) und Diplom-Soziologin u.a. mit Schwerpunkt Psychologie.
Die Antworten waren verblüffend: Pferd und Reiter lernen nicht punktuell, sondern ganzheitlich. Alex hatte dafür ein gutes Bild: „Wiese, aber nicht Kornblume“. Wer sich an eigene gute Lernerfolge erinnert, wird dies bestätigen. Wir – und so auch das Pferd – lernen ganzheitlich. Lernen ist ein Prozess der Veränderung. Sobald wir Umgebung und Atmosphäre als angenehm und wertschätzend empfinden und das neu zu Lernende alle Sinne anspricht, können wir es gut aufnehmen. Das lässt sich auf Pferde durchaus übertragen. Dazu stellten wir fest, dass der Rahmen, den wir Pferden stecken, die Lernumgebung beeinflusst. Ist der Rahmen zu eng, kann sich das Pferd nicht entfalten. So kann das Erlernen des Schulterherein zur anregenden Knobelaufgabe für ein Pferd werden. Allerdings kann so ein Rahmen auch zu unklar sein, ein Pferd mehr Anleitung brauchen, um die gestellte Aufgabe bewältigen zu können. Damit Pferde freudig und begeistert lernen und dadurch Selbstbewusstsein und Ausdrucksstärke entwickeln können, brauchen sie also eine Lernumgebung, in der sie möglichst frei agieren und sich präsentieren können.
Im Ergebnis des Reitkurses mit Alex Seeland haben die Pferd-Reiter-Teams diesen Rahmen verantwortungs- und selbstbewusst gesteckt und ausgefüllt. Die Reiter hatten Bilder und Musik im Kopf, ritten entspannt und – wiederum bildlich gesprochen – verschmolzen mit ihrem Pferd. Aus den Pferdegesichtern sprachen Freude und Dankbarkeit, die Pferde bewegten sich losgelassen, taktrein und anmutig.
Am Ende waren sich alle einig: Bitte Alex, mehr davon!

Ulrike Vollhardt und Claudia Hering

Zum 80. Geburtstag von Ruth Esfeld

Gleich zwei Jubiläen stehen in diesem Jahr bei Ruth Esfeld, White Horse Ranch, an: Der 80. Geburtstag und die 20jährige Mitgliedschaft in der EWU Sachsen. Bereits vor dem offiziellen Eintritt in den Landesverband gehörte sie seit 1990 zu den ersten Mitgliedern der Regionalgruppe, sie war aktiv an Werbeveranstaltungen und der Organisation von Turnieren u.a. in Zehren und Goppeln und zahlreichen Stammtischen beteiligt. Allein 14 Turniere auf der White Horse Ranch konnten von ihrer helfenden Hand profitieren.
Ob Sommer oder Winter, Sonntag oder Wochentag - Ruth hat ein volles Tagesprogramm: Haushalt, Einkauf, Garten- und Blumengestaltung auf der Ranch und Fütterung und Pflege ihrer Pferde. Seit Gründung der Ranch 1995 arbeitet sie unermüdlich im Team des Betriebes mit, war hauptverantwortlich für die Pflege der Fohlen der White Horse Ranch, ist Ansprechpartner für Lehrlinge und Pensionsreiter bei Fragen und Problemen. Dabei spricht sie auch kritisch Unzulänglichkeiten, z.B.

bei Ordnung und Sauberkeit des Betriebes, an. Sie ist, kurz gesagt, die gute Seele der White Horse Ranch. Durch ihr Landwirtschaftsstudium an der Universität in Halle und ihre Tätigkeit in der Landwirtschaft und der Verwaltung konnte sie fachmännisch beim Aufbau des Betriebes helfen.
Damit sind aber ihre Aktivitäten nicht erschöpft: Seit 1995 arbeitet sie mit viel Liebe an der Fotochronik der Ranch. Alle Baumaßnahmen und  Höhepunkte füllen fast 20 Fotoalben. Diese sind bei Veranstaltungen immer ein Anziehungspunkt im „Fotozelt“.
Liebe Ruth, wir danken Dir für Dein ständiges Engagement für Familie, Team und Ranch und wünschen Dir von ganzem Herzen zu Deinem „Runden“ alles erdenklich Gute, viel Gesundheit und Schaffenskraft.

Die Familie und das Team der White Horse Ranch

Am 22.11. fand auf der White Horse Ranch die Prüfung zum Basispass statt. Folgende Teilnehmer haben bestanden:
Astrid Heuer, Matthias und Bianka Kloß, Isabel Cacascango, Katja Roßmann, Susann Jäckel, Anne Kiefer, Anna Guglielmetti, Marie-Christin Bauer und Martin Zöllmann. Herzichen Glückwunsch!

Hufgrundkurs mit Konstanze Rasch, oder: Endlich den richtigen Weg gefunden!

Wer kennt sie nicht: die Problemhufe. Ausbrechende Tragränder, Strahlfäule, Hornspalten, Platthufe, untergeschobene Trachten… Man könnte diese Aufzählung wohl ewig fortführen, benennt sie hier doch nur ein paar wenige der allseits bekannten Sorgen, welche uns die Hufe unserer Vierbeiner regelmäßig bescheren. Und wie genau ist so ein Huf eigentlich aufgebaut? Wie funktioniert er und warum treten dieselben Probleme nach jeder Hufbearbeitung irgendwann immer wieder auf?
Auch ich habe so einen Problemhuf-Kandidaten zum Partner: Älteres Pferd, Englisches Vollblut, wenig Hufwachstum, kurze, flache Trachten, Hornspalten, Fühligkeit und, und, und.
Lange habe ich mir den Kopf zerbrochen, wie ich den Hufproblemen meines Pferdes doch noch beikommen kann. Durch die hufpflegerische Bearbeitung war dies offenbar nicht möglich: Zwar sahen die Hufe nach der Bearbeitung – die Termine lagen etwa aller acht Wochen – immer wieder ganz nett aus, nach kurzer Zeit waren die alten Probleme jedoch wieder da. Und nicht nur das – sie verschlimmerten sich sogar.
Ich fragte mich immer wieder, ob es nicht doch einen besseren Weg gäbe.
Eine Freundin, der ich heute wahnsinnig dankbar dafür bin, stieß mich auf dieses Buch und erzählte mir, dass sie sich für einen Kurs angemeldet habe und ob ich nicht Interesse hätte, mitzukommen. „Der Weg zum gesunden Huf“ von Konstanze Rasch und Jochen Biernat wäre bestimmt etwas für mich. Das System nannte sich „Huforthopädie“, ein weiterer wilder Begriff im Dschungel der Hufbearbeiter?
Doch schon die ersten Seiten dieses Buches belehrten mich eines Besseren und nahmen mich gänzlich für sich ein: Von einem System kann man in der Huforthopädie wohl kaum sprechen, denn genau das ist es eben nicht. Es gibt kein Schema F, welches stets auf gleiche Weise abgehandelt wird. Hier las ich erstmals über all die Grundlagen: Aufbau, Funktion, Möglichkeiten und Grenzen eines Hufes, über den Sinn und Unsinn des althergebrachten Eisenbeschlags, über fehlerhafte Bearbeitungsmuster und vieles mehr.
Zum Glück fand am Wochenende des 29./30.11. ein weiterer Hufgrundkurs mit Konstanze Rasch auf der „White Horse Ranch“ in Kaufbach bei Wilsdruff statt. Ich zögerte keine Sekunde.
Das Teilnehmerfeld war gut gemischt, jeder brachte seine eigenen Sorgen und Beweggründe mit. Konstanze Rasch war einfach wunderbar. Den ersten Tag verbrachte sie ausschließlich damit, uns die notwendige Theorie zu lehren. Auch ein Mensch, welcher sich zuvor noch nie mit Hufen auseinandergesetzt hatte, konnte verstehen, wie und warum ein Huf funktioniert. Begeistert beteiligten wir uns am „Unterricht“, analysierten im weiteren Verlauf verschiedene Hufsituationen und brachten bereits die ersten Bearbeitungsvorschläge ein.
Jeder, der sich mit der Arbeit und den Grundgedanken der Huforthopäden beschäftigt, wird einsehen müssen, dass es keinen idealeren Weg der Hufbearbeitung geben kann. Es gibt kein festes Schema, nach dem jeder Huf gekürzt und geradegerückt, in eine Form gezwungen wird, die der Physiologie des Pferdes widerspricht. Denn genau dies wird nach den herkömmlichen Methoden der Hufbearbeitung in der Regel getan: Der Huf wird nicht als individuelles Körperteil betrachtet, sondern als eines von vier Objekten, die möglichst gleich aussehen und gerade stehen sollen. Hier lernten wir aber, dass jeder Huf einzeln genau betrachtet und bearbeitet werden muss. Konstanze belegte uns sogar mit Röntgenbildern, dass es eben nicht darum gehen kann, einen Huf gerade auf den Boden zu stellen, wenn die Knochenachse des zugehörigen Beines aber schief ist.
Möglichst viel erhalten, nur das nötigste entfernen. Bevor ich mit der Bearbeitung beginne, muss ich mir den Huf ansehen, einen Plan machen. Wie wirkt was im Huf auf welche Weise? Erst, wenn ich alle Details erfasst habe, kann ich mit der Arbeit beginnen. Eine Arbeit, die sich an Leistung, Bewegung, Untergrund, Alter und Knochenbau des jeweiligen Pferdes und an der Belastungssituation des Hufes orientiert. Jeder Huf ist anders. Hat ein Pferd zwei verschiedene Vorderhufe, müssen diese eben auch unterschiedlich bearbeitet werden. Und es ist so logisch! So einfach und verständlich, wenn man sich erst einmal genauer damit befasst! Man kann eigentlich keinen anderen Weg mehr gehen, hat man einmal so ein Wochenende mit Konstanze Rasch erlebt. Mit viel Geduld, Erklärungsbereitschaft, Tipps und helfenden Händen stand sie uns

schließlich am Sonntag zur Seite, als es daran ging, echte Hufe eigenständig zu bearbeiten. Gemeinsam analysierten wir in zwei Gruppen die Hufe der einzelnen Pferde, welche die Kursteilnehmer mit auf die Ranch gebracht hatten. Legten uns Pläne zur Bearbeitung zurecht, besprachen die Problemstellen, lobten gut bearbeitete Hufe. Konstanze versorgte uns mit den nötigen Arbeitsmaterialien und stand mit Rat und Tat zur Seite. Auch die Pferde mussten viel Geduld aufbringen an diesem Tag, am Ende hatte sich das Warten jedoch gelohnt: Fünf wunderbare Pferde hatten bei Einbruch der Dämmerung schließlich nach huforthopädischen Grundsätzen bearbeitete Hufe und Konstanze war mit uns zufrieden. Stolz beendeten wir unsere Arbeit und waren uns sicher: So sollte es in Zukunft immer sein!
Ein lieber Dank gilt an dieser Stelle Familie Esfeld, den Betreibern der wundervollen „White Horse Ranch“, welche uns mit Pizzalieferungen und heißem Kaffee auch bei ungemütlichsten Temperaturen die Arbeit versüßte und im Anschluss an den Kurs direkt mit den ersten eigenen Hufmessern versorgen konnte.

Franziska Reibig

Der traditionelle Jahresabschluß auf der White Horse Ranch: Der Weihnachtsspaziergang am 24.12.
Neuer Rekord: 21 Pferde begleiteten Besitzer, Lehrlinge und Reitschüler durch den Ort. Der Weihnachtsmann hatte natürlich wieder kleine Überraschungen für die Kinder dabei.